Erklärung muslimischer Gelehrter

 

Die Geschehnisse in Dänemark gelten als verbrecherische Übergriffe auf die Heiligtümer der Umma und können nicht akzeptiert werden. Ebenso ist es eine Zerstörung des Fortgangs des gegenseitigen kulturellen Kennen Lernens unter den Menschen. „ Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennen lernt“.



Und dem entsprechend:



1. Wir rufen die Umma auf, die sich zur Verteidigung des Propheten(s) erhob - damit bestätigend, dass diese Umma lebendig ist - und machen darauf aufmerksam, dass die Umma, in der Art wie sie ihren

Propheten verteidigt, seinen Lehren zu entsprechen hat.

2. Wir rufen Dänemark, Regierung und Volk dazu auf, den objektiven und reifen Stimmen nachzukommen, die aus der Mitte ihrer Gesellschaft zur Entschuldigung aufrufen und zur Verurteilung dieses Übergriffes und seiner Aufhaltung. Damit sich Dänemark nicht von der internationalen Staatengemeinschaft isoliert, die den Freiheiten Grenzen setzt und die ihnen Übergriffe auf religiöse Heiligtümer verbieten oder Hass gegen eine Religion oder Ethnie hervorrufen. Ebenso richten wir diese Erklärung an die Länder, die diesen Übergriff in Schutz genommen haben. Obwohl es heute keine Gesellschaft gibt, die die unverantwortliche Freiheitsauslebung ohne jegliche Verantwortung bejaht, ohne dieser Freiheit Grenzen zu setzen, damit es nicht zu einem Schaden anderer kommt, wobei sich die Grenzsetzungen von einer Gesellschaft zur anderen unterscheiden.

3. Wir bekräftigen hiermit, dass die Meinungsfreiheit im Islam gewährleistet ist für diejenigen, die sich erkundigen oder austauschen wollen, unter der Bedingung keinen Schaden auszuüben „ Und streite mit ihnen in bester Weise“, was auch den Menschenrechten entspricht.

4. Und dennoch rufen wir die Muslime auf, sich an die Grenzen und Regelungen unserer Religion zu halten. Wir lehnen es ab auf den uns zugefügten Schaden in einer Art und Weise zu reagieren, die unserer Religion nicht entspricht, wie der Bruch von Verträgen und Abkommen oder Übergriffe auf Botschaften oder unschuldige Menschen oder ähnliche nicht akzeptierbare Handlungen, die die Gerechtigkeit unserer Anliegen und Forderungen verfälschen könnten und unsere kommunikative Isolation zur Folge haben könnten. So kann die Verteidigung unseres Propheten nicht darin liegen, seinen Geboten zu widersprechen.



5. Hier heben wir die fairen Standpunkte hervor, die von einigen religiösen Instanzen ausgegangen sind und diesen Übergriff verurteilt haben. Wir betonen, dass keine unbeteiligten Personen für diejenigen haftbar gemacht werden dürfen, die dem Propheten Schaden zugefügt haben „ Keiner wird für die Fehler eines Anderen zur Rechenschaft gezogen“ „Ist der Lohn des Guten nicht ebenfalls das Gute?“.

6. Ebenso rufen wir die islamische Konferenz und die dahinter stehenden Länder und Regierungen, sowie die Staatengemeinschaft auf, dahin zu wirken, dass die vereinten Nationen ein Gesetz, das die Verunglimpfung unseres Propheten Muhammad oder den Propheten Jesus, Moses sowie die anderen Propheten verbietet.

7. Hier erinnern wir die Umma an die Wichtigkeit der Lebendighaltung und Befolgung der Botschaft des Propheten und seinen moralischen Eigenschaften.

8. Wir bekräftigen, dass es zu unserer Verpflichtung gehört, des Propheten moralische Eigenschaften und Botschaft kund zu tun.

Es ist wichtig zu wissen, dass jedes von einem Muslim ausgehende negative Verhalten fälschlicherweise mit unserer Religion in Verbindung gebracht werden kann.